Disclosure Day - Der Tag der Wahrheit
Steven Spielberg macht wieder was mit Aliens. Und ganz ehrlich: Allein dieser Satz reicht eigentlich schon aus, um ins Kino zu gehen. Mit »Disclosure Day« kehrt der Regisseur von »E.T.« oder »Unheimliche Begegnung der dritten Art« zu einem Thema zurück, das ihn - neben all den anderen grandiosen Werken - zur Legende gemacht hat: die Frage, was passiert, wenn wir merken, dass wir im Universum doch nicht allein sind. Besonders spannend ist dabei, dass Spielberg den möglichen „Erstkontakt“ nicht als Alien-Invasion sondern als Medienereignis erzählt. Wie reagieren Menschen, wenn plötzlich etwas Unfassbares live im Fernsehen passiert? So wie es bei der Fernsehmeteorologin Margaret Fairchild (Emily Blunt) geschieht, die während einer Live-Sendung von einem unerklärlichen Phänomen heimgesucht wird. Wem glaubt man noch? Und was macht das mit einer Welt, die sowieso schon permanent im Krisenmodus lebt? Während Behörden versuchen, die Situation unter Kontrolle zu halten und Informationen zurückzuhalten, drängt Aktivist Daniel Kellner (Josh O’Connor) darauf, die Wahrheit öffentlich zu machen. Zwischen Nachrichtensendungen, politischen Krisensitzungen und wachsender Panik beginnt ein Wettlauf darum, wer die Kontrolle über die Geschichte behält. »Disclosure Day« setzt stark auf atmosphärische Spannung und dieses Gefühl von Staunen, das viele von Spielbergs Filmen auszeichnet. Unterstützt wird das Ganze von alten Weggefährten: John Williams komponiert die Musik, Janusz Kamiñski übernimmt die Kamera und David Koepp (»Jurassic Park«, »Krieg der Welten«) schrieb das Drehbuch. Besser geht’s kaum.
Viktoria Franke
Buch: David Koepp
Regie: Steven Spielberg
Darsteller: Emily Blunt, Josh O'Connor, Colin Firth, Eve Hewson, Colman Domingo, Wyatt Russell, Elizabeth Marvel, Michael Gaston
Kamera: Janusz Kamiński
Musik: John Williams
Produktion: Universal Pictures, Amblin Entertainment
Bundesstart: 10.06.2026
Start in Dresden: 10.06.2026
FSK: ab 12 Jahren