Aufstand der Tiere
Regisseur Andy Serkis erzählt George Orwells weltberühmte Geschichte als ebenso unterhaltsames wie kluges Animationsabenteuer über Freundschaft, Freiheit und den Mut, für das Richtige einzustehen, inclusive Kapitalismuskritik.
Dabei kommt Orwells Klassiker in einem etwas ungewöhnlichen Gewand daher. Die Animation in typischer CGI-Optik und Geschichte ist offensichtlich so angelegt, ein möglichst breites jüngeres Publikum anzusprechen. Dazu sind im englischen Original zahlreiche Stars zu hören, darunter Seth Rogen, Glenn Close und Woody Harrelson. Das Buch wurde entsprechend adaptiert, etwas abgeschwächt, ein filmisches Ende eingeführt und damit insgesamt bekömmlicher gemacht. Jüngeren Zuschauern wird also durchaus gute Kinounterhaltung im zeitgemäßen Colorit und sogar kritischen Untertönen geboten.
Der Inhalt bleibt zumindest zu Beginn am Original. Als die Tiere der Manor Farm erfahren, dass ihnen ein schreckliches Schicksal droht, beschließen sie, ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen: Sie vertreiben die Menschen und gründen eine Farm, auf der alle Tiere frei und gleich sein sollen.
Doch schon bald reißt das Schwein Napoleon immer mehr Macht an sich. Gemeinsam mit seinen Helfern verändert er heimlich die Regeln, verdreht die Wahrheit und genießt ein bequemes Leben, während die anderen Tiere hart arbeiten müssen. Der junge Lucky beginnt zu erkennen, was auf der Farm wirklich geschieht - und fasst den Mut, sich gegen Napoleon zu stellen.